Fast, Flat & Windy – Michael Krüger gelingt das Comeback auf Sylt
Der „North Sea Ultra“ wirbt mit dem Motto „Fast, Flat & Windy“. Flach war es tatsächlich, windig mit 15 bis 25 km/h ebenfalls – aber „fast“ im Sinne von schnell? Nicht unbedingt. Denn die 111 Kilometer einmal rund um Sylt führen nicht nur über asphaltierte Wege, sondern auch über anspruchsvolle Strand- und Dünenabschnitte. Gerade diese machen den landschaftlich außergewöhnlich schönen Lauf zu einer echten Herausforderung.
Für Michael Krüger war der North Sea Ultra am 9. Mai 2026 dennoch weit mehr als nur ein weiterer Ultralauf. Es war die erfolgreiche Begleichung einer offenen Rechnung. Einen früheren Versuch auf Sylt hatte er abbrechen müssen. Umso größer war nun die Freude über den gelungenen Zieleinlauf nach 12 Stunden und 24 Minuten.
Der Lauf begann morgens um 6 Uhr bei beeindruckendem Sonnenaufgang. Alle Orte der Insel werden angelaufen, stets entlang der Küste – ein Erlebnis, das landschaftlich seinesgleichen sucht. Michael startete allerdings etwas zu forsch und lag lange Zeit sogar auf Rang fünf. Nach der Hälfte der Strecke machten sich muskuläre Probleme bemerkbar, sodass er die letzten Kilometer nach der 100-km-Marke teilweise gehend absolvieren musste. Trotzdem erreichte er am Ende einen starken 26. Platz unter 142 Finishern. Viele Teilnehmer mussten den Lauf vorzeitig beenden.
Besonders bemerkenswert ist dieses Ergebnis auch vor dem Hintergrund von Michaels Laufkarriere. Der frisch in die Altersklasse M60 gewechselte Ultraläufer gehörte früher zu den besten deutschen 100-km-Läufern und erzielte einst eine herausragende Bestzeit von 7:16 Stunden. Allerdings gab es in seiner langen Laufbahn immer wieder längere Wettkampfpausen im Ultrabereich. Umso schöner ist es, dass ihm nun ein weiteres Comeback gelungen ist.

In dieser Saison hat sich Michael kontinuierlich wieder in Form gebracht. Ob er das Jahr nun sogar noch mit seiner ersten Teilnahme an einem 24-Stunden-Lauf krönt – möglicherweise bei den Deutschen Meisterschaften am 27. Juni 2026 in Delmenhorst – bleibt mit Spannung abzuwarten.
Der Sieg beim North Sea Ultra ging übrigens an Dominik Welzel in starken 8:53 Stunden.
Ergbnisse: https://northseaultra.com/live/
Michael Krüger erfolgreich beim 6-h-Lauf in Mörfelden
Lake Züri 100
Am Samstag, 28. März um 6:00 Uhr morgens wurde der Startschuss zum Lake Züri 100 gegeben. Unser Mitglied Wolfgang Neuweiler war unter den Startern.
Bei diesem Ultralauf müssen 3200 Höhenmeter über eine Distanz von 107 km überwunden werden. Seit diesem Jahr ist der Lauf auch Qualifier für den Western States Ultra. Tags zuvor hatte es noch 30 cm Neuschnee auf der Hügelkette gegeben. Zu Beginn des Laufs war das Wetter erst sonnig, mit einem traumhaften Panorama über den Zürichsee. Aufgrund des Schnees waren die ersten 55 km sehr anstrengend. Ab 15 Uhr erschwerten zusätzlich Regen und Kälte den Lauf bis ins Ziel. Außerdem hatte Wolfgang drei Stunden mit starken Magenproblemen zu kämpfen. Er war zeitweise kurz vor dem Knock-out – aber Tiefs kommen und gehen und so kam er dann auf den letzten 20 km nochmals gut in den Lauf. Am Ende kam er nach 14 Stunden und 9 Minuten ins Finish.
Wie immer beim Ultralauf hat er alles erlebt: Sonne, Regen, Schnee, Hochgenuss und Pain Cave 😅 Aber das gehört halt dazu und das macht das Finish am Ende umso schöner!
Marius Seith gewinnt 24h Ubstadt-Weiher
Marius Seith gewinnt 24-h-Lauf mit persönlicher Bestleistung: 241 km
Marius Seith trotzte der Kälte am Hardtsee.
Er lief 24 Stunden in Ubstadt-Weiher im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen der LSG Weiher. Dabei machte er keine nennenswerte Pause. Er konnte so seine persönliche Bestleistung steigern und erreichte 241,621 km. Das bedeutete den Gesamtsieg. Wir wünschen Marius, dass er damit wieder in den Nationalkader des deutschen 24-h-Teams aufgenommen wird. Herzlichen Glückwunsch!
Bilder (Harald Menzel)
Ergebnisse