Herausragend beim Baden-Marathon – Christoph Hakenes und Natascha Bischoff

von Peter Beil

Bei sehr guten Bedingungen für die Halbmarathonläufer und etwas zu warmen Temperaturen hintenheraus für die Marathonis konnten 2 LSGler besonders glänzen. Als Gesamtzweiter kam Christoph in 2:38:50 hinter dem überlegenden Sieger Simon Stützel beim Marathon ins Ziel. Dabei arbeitete er sich im Verlauf des Rennens von Rang 8 immer weiter nach vorne. Ich glaube, eine so gute Platzierung war noch keinem LSG-Mann beim Badenmarathon gelungen. Ähnlich überragend die Renneinteilung von Natascha, die gleichmäßig die Kilometer herunterlief und souverän in 3:06:13 hinter unserem ehemaligen Mitglied Simone Raatz ins Ziel kam. Super ihr Beiden. Auf Gesamtlatz 5 bei den Frauen kam Andrea Kümmerle ins Ziel. Bis Kilometer 41 noch ihr gestecktes Zeitziel im Blick, musste sie aber auf dem letzten Kilometer, von Krämpfen geplagt, alle Hoffnungen auf eine Zeit um die 3:15 sausen lassen. Insgesamt nahmen 19 LSGler am Marathon teil und mit Julia Bush, Irene Hofmann und Artur Krüger konnten noch 3 weitere ihre Altersklasse gewinnen. Ein zweiter Platz in der Altersklasse durch Andrea und drtte Plätze durch Maximilian Hrabowski und Klaus Peter Mickel.

Der Halbmarathon war ja nicht nur Teil des Badenmarathon, sondern hier wurden auch gleichzeitig die Baden-Württembergischen Meisterschaften ausgetragen. Das hat einige von uns besonders motiviert. 25 LSGlerInnen kamen ins Ziel mit teils neuen persönlichen Bestzeiten und guten Platzierungen in beiden Wertungen. Unterstützung kam dabei extra aus Kassel. Immer wieder gern gesehen, konnte Jutta Siefert zwar nicht bei der Meisterschaft mitmachen, da sie ihren Startpass bei Grün Weiß Kassel hat, doch beim „Volkshalben“ konnte sie ihre sehr gute Form mit dem 1. Platz in der W 45 unter Beweis stellen. Schnellster LSGler mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:17:33 war Stefan Fritz. Seine Trainingspartner sind oft LGler und das spiegelt sich in seinen immer besser werden Zeiten wieder. Schnellste Läuferin, mit sehr guten 1:27:33, wurde Svenja Mann. Immer wieder bemerkenswert ihre guten Leistungen und die damit verbundenen Erfolge für die LSG. Zweite Podestplätze gab es durch Lea Cagol, Ulrike Hoeltz und Elke Cagol. Schön, dass unserer verdienten langjährigen Läuferin Elke eine ebenso talentierte Tochter Lea folgt. Dritte Plätze durch Peter Butzer und Valerie Knopf und viele weitere gute Platzierungen und Zeiten aller unserer Läufer beim Badenhalbmarathon. Und bei der Ba-Wü-Meisterschaft? Baden-Württembergische Meister wurden Valerie und Elke; Zweite: Ulrike, Lea und Peter und Dritte: Oliver Pausch und Svenja. Wie unsere Mannschaften abgeschnitten haben, war leider noch nicht in Erfahrung zu bringen. Hier hakte die Auswertung leider.

Und wie kam die 34. Austragung des Baden-Marathons auf neuer Strecke an? Gelobt wurde allgemein die Infrastruktur und die Organisation. Auch der erste Teil der Strecke auf der breiten B36, allerdings konnte man den vielen Brücken und Unterführungen nicht so viel abgewinnen und teilweise hatte die Strecke sehr viele Kehren. Aber in Karlsruhe eine gute stadtnahe und zuschauerfreundliche Strecke zu finden, ist bekanntlich sehr schwer. Ich finde man hat die Sache recht gut gemacht.

Viele, viele Bilder  von Johann Till, Peter Beil und Peter Anders

Sensationeller Platz 5 für Jens Lukas

von Günter Kromer

Die Tor des Geants gilt als einer der schwersten Ultratrail-Läufe der Welt. 330 Kilometer und 24.000 Höhenmeter rund um das italienische Aostatal, auf technisch oft anspruchsvoller Strecke, bei Tag und bei Nacht, bei Hitze und Kälte. Nicht aufgeteilt in mehrere Tagesetappen! Die Uhr läuft ab dem Start bis zum Ziel nonstop. Unterwegs gibt es verschiedene Stellen, wo man sich nach freier Zeiteinteilung für eine oder mehrere Stunden hinlegen und schlafen kann. Hier dürfen nur sehr erfahrene und starke Läufer dabei sein. In diesem Jahr starteten 675 Männer und 90 Frauen zu diesem gigantischen Abenteuer. Die ganze Zeit über konnten wir online die aktuellen Zwischenstände verfolgen und mit großer Freude bestaunen, wie Jens sich von Kontrollstelle zu Kontrollstelle weiter nach vorne kämpfte. Noch nie war für uns Live-Tracking im Internet so spannend. Jens Lukas gelang es, am Mittwochabend nach 85:47 Stunden dieses extreme Rennen auf Platz 5 zu beenden. Doch nicht nur die Platzierung fasziniert uns, auch die Abstände zu den weiteren Plätzen. Nr. 6, mit dem Jens einige Zeit gemeinsam gelaufen war, kam bald nach ihm an, aber zu Platz 7 gibt es schon mehr als 5 Stunden Vorsprung, zu Platz 10 mehr als zehn Stunden. Der letzte gewertete Finisher kam Samstagmittag nach 149:55 Stunden an. Herzlichen Glückwunsch!